Vorschau: Film im Fauser am 23.August “Tagebuch einer Kammerzofe”
11. August 2010, 14:30 Uhr von Fauser
Filmkritik von Dieter Wunderlich:
“Tagebuch einer Kammerzofe” ist eine maliziöse Satire auf das hinter seiner ehrbaren Fassade verdorbene französische Großbürgertum zwischen den beiden Weltkriegen. Luis Buñuel (1900 - 1983) griff dabei auf den 1900 veröffentlichten Tagebuchroman “Le Journal d’une femme de chambre” von Octave Mirbeau (1848 - 1917) zurück.
“Das Tagebuch einer Kammerzofe”.Das Tagebuch einer Kammerzofe (1946) - Originaltitel: The Diary of a Chambermaid - Regie: Jean Renoir - Buch: Jean Renoir und Burgess Meredith, nach literarischen Vorlagen von Octave Mirbeau, André Heuse, André de Lord und Thielly Nores - Kamera: Lucien Andriot - Darsteller: Paulette Goddard, Burgess Meredith, Francis Lederer, Hurt Hatfield
Célestine dient als Kammerzofe im großbürgerlichen Haus der Familie Lanlaire. Der an Schwindsucht leidende Sohn Georges verliebt sich in Célestine, und seine Mutter bestärkt ihn dabei, weil sie befürchtet, er werde sonst fortgehen. Auch der Diener Joseph liebt Célestine, aber er kann ihr keine Zukunft bieten. In seiner Verzweiflung verübt er einen Raubüberfall auf den Nachbarn, der dabei ums Leben kommt und zwingt dann Célestine, ihn auf der Flucht zu begleiten …
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